Keuchhusten

Keuchhusten – mehr als einfach nur ein bisschen Husten. Wer einmal ein an Keuchhusten erkranktes Kind miterlebt hat, weiß, dass dies kein schöner Anblick ist. Dabei sind wir unseres eigenen Glückes Schmied: Würden sich alle Menschen impfen lassen, wäre der Keuchhusten bereits ausgerottet.

Keuchhusten ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Symptom eines quälenden Reizhustens gekennzeichnet ist. Daher auch der Name "Pertussis" (tussis lateinisch für Husten) in der Fachsprache. Unbehandelt können sich diese charakteristischen Hustenanfälle über Wochen bis Monate hinziehen.

Keuchhusten-Impfung ist wichtig!

Keuchhusten wird ausgelöst durch ein Bakterium, welches nur innerhalb des Menschen überleben kann. Die Krankheit könnte daher längst ausgerottet sein, wenn sich jeder gegen Keuchhusten impfen lassen würde.

Von Keuchhusten betroffen sind vor allem Säuglinge und Erwachsene, da Säuglinge erst ab dem 3. Lebensmonat geimpft werden können und bei Erwachsenen der Impfschutz nachlässt.

Jüngere Kinder und Jugendliche sind in der Regel durch die Impfungen geschützt, sofern diese wie empfohlen im Kleinkindalter durchgeführt werden.

Keuchhusten bei Säuglingen und Kleinkindern

Vor allem bei Neugeborenen und Säuglingen werden schwere Verläufe der Krankheit beobachtet. Der der heftige sogenannte "Staccato"-Husten kann bei Säuglingen fehlen. Stattdessen treten teilweise tödlich verlaufenden Atemstillständen (Apnoen) auf, die manchmal gar nicht bemerkt werden. Kleine Kinder haben oftmals noch mit zusätzlichen Komplikationen, wie Lungenentzündungen oder gar Gehirnschäden zu kämpfen, da durch die heftigen Hustenanfälle die Atmung behindert und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt wird.

Keuchhusten ist also keine harmlose Kinderkrankheit. Bei frühzeitiger Behandlung ist die Prognose jedoch gut.